Triglyzeride
Triglyzeride sind die häufigste Fettform im Blut und dienen als Energiereserve. Sie werden aus der Nahrung aufgenommen und in der Leber synthetisiert, besonders aus Kohlenhydraten und Alkohol. Hohe Werte nach Mahlzeiten sind normal – diagnostisch relevant ist der Nüchternwert.
Klinische Bedeutung
Erhöhte Nüchtern-Triglyzeride sind ein Bestandteil des metabolischen Syndroms und erhöhen das kardiovaskuläre Risiko – besonders in Kombination mit niedrigem HDL. Sie verfälschen die LDL-Berechnung nach Friedewald bei Werten > 400 mg/dl. Hauptursachen: kohlenhydratreiche Ernährung, Alkohol, Übergewicht, Diabetes, Nierenerkrankungen, bestimmte Medikamente. Durch Ernährungsumstellung und Alkoholverzicht gut beeinflussbar. Bei sehr hohen Werten (> 1000 mg/dl) droht eine akute Pankreatitis.
Referenz- und Optimalwerte
Normal (nüchtern): < 150 mg/dl (< 1,7 mmol/l); grenzwertig: 150–199 mg/dl; erhöht: 200–499 mg/dl; sehr hoch: ≥ 500 mg/dl (Pankreatitis-Risiko). Messung nüchtern (12 Std.) zwingend.
Optimal unter 1,1 mmol/L (100 mg/dL) nüchtern
Mangelzeichen & Symptome
Erhöhte Triglyzeride verursachen selten direkte Symptome. Bei sehr hohen Werten: Bauchschmerzen (Pankreatitis-Risiko), sichtbare Fettablagerungen in der Haut (Xanthome), Lipemia retinalis (trübe Netzhautgefäße). Langfristig: erhöhtes kardiovaskuläres Risiko.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~2,68 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.