IGF-1 (Wachstumshormon-Proxy)
IGF-1 (Insulin-like Growth Factor 1) wird in der Leber als Reaktion auf Wachstumshormon (GH) produziert. Da Wachstumshormon selbst pulsatil ausgeschüttet wird und stark schwankt, gilt IGF-1 als stabilerer und zuverlässigerer Marker für die Wachstumshormonaktivität im Alltag. Die Werte sind stark altersabhängig.
Klinische Bedeutung
IGF-1 ist der Standardmarker zur Diagnose von Wachstumshormonmangel (erniedrigt) und Akromegalie (erhöht). Im Bereich der Präventivmedizin und Longevity-Forschung wird ein moderater IGF-1-Spiegel angestrebt – sehr hohe Werte werden mit erhöhtem Krebsrisiko assoziiert, sehr niedrige mit Muskelabbau und vorzeitigem Altern. Relevant bei unerklärlichem Leistungsabfall, Muskelabbau, extremer Erschöpfung und im Rahmen umfassender Hormonprofile.
Referenz- und Optimalwerte
Stark altersabhängig. Erwachsene 25–39 Jahre: ca. 100–310 ng/ml; 40–54 Jahre: ca. 78–258 ng/ml; über 55 Jahre: ca. 55–205 ng/ml. Optimal im mittleren altersgerechten Bereich.
Altersangepasste Referenzwerte verwenden; im Kontext mit Körperzusammensetzung interpretieren
Mangelzeichen & Symptome
Erniedrigt: Muskelabbau, Zunahme von Körperfett, Erschöpfung, reduzierte körperliche Leistungsfähigkeit, gestörter Schlaf, verminderte Knochendichte. Erhöht (Akromegalie): Vergrößerung von Händen, Füßen und Gesichtszügen, Gelenkschmerzen, Schweißausbrüche.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~32,17 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.