HbA1c (Langzeitblutzucker)
HbA1c misst den Anteil des mit Glukose verbundenen Hämoglobins und gibt einen zuverlässigen Überblick über den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten 8–12 Wochen. Im Gegensatz zur Nüchternglukose ist er nicht tagesformabhängig und erfordert keine Nüchternheit.
Klinische Bedeutung
Wichtigstes Instrument zur Früherkennung von Prädiabetes (5,7–6,4 %) und zur Diagnose von Diabetes mellitus (ab 6,5 %) – laut Leitlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Als Selbstzahlertest besonders wertvoll zur Prävention, da Typ-2-Diabetes über Jahre unbemerkt voranschreitet. Werte können durch Eisenmangel oder Anämie verfälscht werden. Als IGeL-Leistung wird der Test nicht von der GKV übernommen.
Referenz- und Optimalwerte
Unter 5,7 %: normal; 5,7–6,4 %: Prädiabetes; ab 6,5 %: Diabetes
Optimal unter 5,4 % für metabolische Gesundheit (funktionelle Medizin)
Mangelzeichen & Symptome
Erhöhter HbA1c verursacht oft lange keine Symptome. Bei weiter steigendem Blutzucker: starker Durst, häufiges Wasserlassen, Sehstörungen, Wundheilungsstörungen, Taubheitsgefühle in Händen und Füßen, anhaltende Müdigkeit.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~13,41 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.