HDL-Cholesterin
HDL (High Density Lipoprotein) transportiert überschüssiges Cholesterin aus den Gefäßwänden zurück zur Leber – daher als „gutes Cholesterin" bekannt. Es hat zusätzlich entzündungshemmende und gefäßschützende Eigenschaften.
Klinische Bedeutung
Niedriges HDL ist ein unabhängiger Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall, auch wenn LDL und Gesamtcholesterin im Normbereich liegen. HDL lässt sich positiv beeinflussen durch Ausdauersport, Nikotinverzicht, Gewichtsreduktion und Omega-3-Fettsäuren. Im Lipidprofil sollte HDL immer gemeinsam mit LDL, Triglyceriden und Non-HDL-Cholesterin betrachtet werden.
Referenz- und Optimalwerte
Männer: > 1,0 mmol/l (> 40 mg/dl); Frauen: > 1,2 mmol/l (> 45 mg/dl). Optimal: > 1,5 mmol/l (> 60 mg/dl) – hier gilt grundsätzlich: je höher desto besser (bis ca. 2,5 mmol/l).
Optimal über 1,3 mmol/L (funktionelle Medizin)
Mangelzeichen & Symptome
Niedriges HDL verursacht keine direkten Symptome, erhöht aber langfristig das kardiovaskuläre Risiko – besonders in Kombination mit erhöhten Triglyceriden und hohem LDL.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~2,68 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.