C-Peptid (nüchtern)
C-Peptid wird in gleicher Menge wie Insulin aus dem Pankreas ausgeschüttet, hat aber eine längere Halbwertszeit und wird nicht durch die Leber abgebaut. Es ist daher ein zuverlässigerer Marker für die körpereigene Insulinproduktion als Insulin selbst und wird nicht durch exogen injiziertes Insulin beeinflusst.
Klinische Bedeutung
C-Peptid ist entscheidend für die Unterscheidung von Typ-1- und Typ-2-Diabetes: Bei Typ-1 ist C-Peptid erniedrigt oder nicht nachweisbar (Betazellenausfall), bei Typ-2 oft normal oder erhöht. Besonders wertvoll bei unklarer Diabetesklassifikation, zur Beurteilung der Restfunktion der Bauchspeicheldrüse nach Diabetesdiagnose und zum Ausschluss einer Insulinunterdrückung (Insulinom: C-Peptid erhöht bei Hypoglykämie). Nüchternabnahme essenziell.
Referenz- und Optimalwerte
Nüchtern: 0,9–4,0 ng/ml (0,30–1,32 nmol/l). Werte < 0,6 ng/ml nüchtern deuten auf ausgeprägte Betazellinsuffizienz hin. Immer nüchtern (mind. 8 Std.) abnehmen.
Mangelzeichen & Symptome
Erniedrigt: insulinpflichtiger Diabetes (Betazellversagen), nach Pankreasoperation. Erhöht: Insulinresistenz, Typ-2-Diabetes, Insulinom (gutartiger Tumor der Bauchspeicheldrüse mit autonomer Insulinproduktion bei Hypoglykämie).
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~32,17 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.