Nüchterninsulin
Nüchterninsulin misst den Insulinspiegel im Blut nach mindestens 8 Stunden Nahrungskarenz. Da Insulin als Reaktion auf Glukose ausgeschüttet wird, zeigt der Nüchternwert, wie viel Insulin der Körper im Ruhezustand benötigt – ein früher und sensibler Marker für Insulinresistenz.
Klinische Bedeutung
Erhöhtes Nüchterninsulin bei noch normalem Blutzucker ist das frühe Zeichen einer Insulinresistenz – dem Hauptrisikofaktor für Typ-2-Diabetes, metabolisches Syndrom und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Kombiniert mit Nüchternglukose lässt sich der HOMA-IR-Index berechnen (Insulin [mU/l] × Glukose [mg/dl] / 405), der die Insulinsensitivität quantifiziert. Die GKV übernimmt den Test selten ohne konkreten Verdacht – als Selbstzahlertest besonders wertvoll für die Früherkennung.
Referenz- und Optimalwerte
Normal: 2–25 mU/l; für Prävention optimal: < 10 mU/l. HOMA-IR: < 2,0 = gute Insulinsensitivität; > 2,5 = Hinweis auf Insulinresistenz; > 3,0 = erhöhtes Diabetesrisiko.
Optimal nüchtern unter 8 mU/L (funktionelle Medizin; HOMA-IR berechnen)
Mangelzeichen & Symptome
Zeichen der Insulinresistenz: Gewichtszunahme besonders im Bauchbereich, Müdigkeit nach Mahlzeiten, starkes Verlangen nach Kohlenhydraten, erhöhte Triglyzeride, Bluthochdruck, dunkle Hautverfärbungen in Hautfalten (Acanthosis nigricans).
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~16,76 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.