LDL-Cholesterin
LDL (Low Density Lipoprotein) transportiert Cholesterin von der Leber zu den Körperzellen. Dauerhaft erhöhte Werte fördern Ablagerungen in den Gefäßwänden (Arteriosklerose). In der Praxis wird LDL meist rechnerisch ermittelt (Friedewald-Formel); nur bei sehr hohen Triglyceridwerten oder klinischen Sonderfällen wird es direkt gemessen.
Klinische Bedeutung
LDL ist der wichtigste behandelbare Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall. Der Zielwert hängt vom individuellen kardiovaskulären Gesamtrisiko ab: Bei sehr hohem Risiko (z. B. bei Diabetes oder bekannter Herzerkrankung) gilt ein Zielwert < 1,8 mmol/l. Für eine vollständige Risikobeurteilung ist ApoB informativer als LDL allein. Die wichtigsten Stellschrauben sind Ernährung, Bewegung und bei Bedarf medikamentöse Therapie.
Referenz- und Optimalwerte
Optimal bei niedrigem Risiko: < 3,0 mmol/l (< 115 mg/dl); bei erhöhtem Risiko: < 2,6 mmol/l; bei sehr hohem Risiko: < 1,8 mmol/l (ESC/EAS-Leitlinien 2019).
Optimal unter 2,6 mmol/L für Prävention; unter 1,8 mmol/L bei Hochrisiko
Mangelzeichen & Symptome
Erhöhtes LDL verursacht über Jahre keine Symptome – bis es zu Herzinfarkt oder Schlaganfall kommt. Sichtbare Fettablagerungen unter der Haut (Xanthome) können auf eine familiäre Hypercholesterinämie hinweisen.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~2,68 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.