Lipoprotein(a)
Lipoprotein(a), kurz Lp(a), ist ein LDL-ähnliches Partikel mit einem zusätzlichen Apolipoprotein(a)-Anteil. Der Spiegel wird fast ausschließlich genetisch bestimmt und ist durch Ernährung oder Sport kaum beeinflussbar. In der Regel reicht eine einmalige Bestimmung im Leben aus.
Klinische Bedeutung
Erhöhtes Lp(a) ist ein unabhängiger, genetisch bedingter Risikofaktor für frühzeitige Herzinfarkte, Schlaganfälle und Aortenklappenstenose. Etwa 20 % der Bevölkerung haben genetisch bedingt erhöhte Werte. Da die GKV die Bestimmung selten übernimmt und Lp(a) in Standard-Lipidprofilen nicht enthalten ist, bleibt es bei vielen Risikopersonen jahrzehntelang unerkannt. Das Wissen um erhöhte Werte ermöglicht eine aggressivere LDL-Senkung und engmaschigere kardiovaskuläre Kontrolle.
Referenz- und Optimalwerte
< 30 mg/dl (< 75 nmol/l) = normales Risiko; 30–50 mg/dl = leicht erhöht; > 50 mg/dl (> 125 nmol/l) = erhöhtes kardiovaskuläres Risiko (ESC-Leitlinien).
Optimal unter 30 mg/dL; genetisch kaum beeinflussbar
Mangelzeichen & Symptome
Lp(a) verursacht keine Symptome – bis ein kardiovaskuläres Ereignis eintritt. Ein familiärer Herzinfarkt vor dem 60. Lebensjahr ist ein wichtiges Warnsignal für mögliches erhöhtes Lp(a).
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~20,11 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.