Fibrinogen
Fibrinogen ist ein wichtiges Gerinnungsprotein und gleichzeitig ein Akute-Phase-Protein. Es wird in der Leber produziert und ist ein Schlüsselmolekül der Blutgerinnung – Thrombin spaltet Fibrinogen zu Fibrin, das das Gerinnsel stabilisiert. Bei Entzündungen steigt Fibrinogen stark an.
Klinische Bedeutung
Erhöhtes Fibrinogen ist ein unabhängiger Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall – es erhöht die Blutviskosität und fördert Gefäßverschlüsse. Es steigt bei Entzündungen, Infektionen, Diabetes, Rauchen und Übergewicht. Erniedrigt bei Lebererkrankungen (verminderte Synthese), schwerem Verbrauch (disseminierte intravasale Gerinnung, DIC) oder angeborenen Gerinnungsstörungen. Als kardiovaskulärer Risikomarker besonders interessant in Kombination mit CRP.
Referenz- und Optimalwerte
Normbereich: 200–400 mg/dl (2,0–4,0 g/l). Werte > 400 mg/dl erhöhen das kardiovaskuläre Risiko. Bei der Schwangerschaft physiologisch erhöht bis 600 mg/dl.
Optimal unter 350 mg/dL
Mangelzeichen & Symptome
Erhöht: erhöhtes Thromboserisiko, Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko; direkte Symptome selten. Erniedrigt: Blutungsneigung, schlechte Wundheilung, verlängerte Gerinnungszeit.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~6,70 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.