Homocystein
Homocystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die beim Abbau von Methionin entsteht. Ein gesunder Stoffwechsel baut Homocystein mit Hilfe von Vitamin B6, B12 und Folsäure rasch ab. Erhöhte Spiegel entstehen bei Mangel dieser Vitamine oder bei genetischen Varianten (MTHFR-Polymorphismus).
Klinische Bedeutung
Erhöhtes Homocystein ist ein unabhängiger Risikofaktor für Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall und kognitiven Abbau. Besonders relevant für Personen mit veganer Lebensweise (B12-Mangel), ältere Menschen und Personen mit Herz-Kreislauf-Risiken. Der Wert ist durch gezielte B-Vitamin-Supplementierung gut beeinflussbar. Als Selbstzahlertest besonders wertvoll, da die GKV ihn selten ohne spezifischen Verdacht übernimmt.
Referenz- und Optimalwerte
Optimal: < 7 µmol/l; Normbereich: < 10 µmol/l; leicht erhöht: 10–15 µmol/l; deutlich erhöht: > 15 µmol/l – dann B6, B12 und Folsäure prüfen.
Optimal unter 8 µmol/L (funktionelle Medizin)
Mangelzeichen & Symptome
Keine direkten Symptome bei mäßiger Erhöhung. Chronisch erhöhte Werte steigern das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, thromboembolische Ereignisse und kognitive Einschränkungen.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~32,18 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.