IgM (Immunglobulin M)
IgM ist der größte Antikörper und wird als erster bei einer Immunreaktion auf neue Erreger produziert (Primärantwort). Erhöhtes IgM deutet auf eine akute oder kürzlich stattgefundene Infektion hin – es ist daher ein wichtiger Marker zur Unterscheidung frischer von älteren Infektionen.
Klinische Bedeutung
IgM wird zur Abklärung akuter Infektionen (z. B. Hepatitis B, EBV, Toxoplasmose), primärer Immundefekte und des Morbus Waldenström (IgM-Paraproteinämie) eingesetzt. Erhöhtes IgM bei gleichzeitig niedrigem IgG und IgA deutet auf ein Hyper-IgM-Syndrom hin (seltener primärer Immundefekt mit Unfähigkeit zum Antikörper-Klassenwechsel). IgM-Bestimmung immer im Kontext des klinischen Bildes und der anderen Immunglobuline.
Referenz- und Optimalwerte
Normbereich Erwachsene: 40–230 mg/dl. IgM sinkt physiologisch mit dem Alter. Deutlich erhöhtes IgM (> 500 mg/dl) erfordert hämatologische Abklärung.
Mangelzeichen & Symptome
Erniedrigt: erhöhte Anfälligkeit für bestimmte Infektionen (besonders mit bekapselten Bakterien). Erhöht: akute Infektion, Autoimmunerkrankung oder Hinweis auf IgM-Paraproteinämie (Morbus Waldenström).
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~10,05 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.