Cadmium (Blut/Urin)
Cadmium ist ein toxisches Schwermetall, das sich bei chronischer Exposition besonders in Niere und Leber anreichert. Die Halbwertszeit in der Niere beträgt 10–30 Jahre. Hauptquellen: Tabakrauch (wichtigste Quelle bei Rauchenden), Lebensmittel aus cadmiumreichen Böden (Getreide, Blattgemüse, Innereien, Muscheln).
Klinische Bedeutung
Rauchen verdoppelt bis vervierfacht die Cadmiumbelastung. Chronische Cadmiumexposition schädigt die Nierentubuli (tubulotoxisch) – sichtbar durch erhöhte Beta-2-Mikroglobulin-Ausscheidung im Urin. Sie ist zudem mit Knochenschäden (Osteomalazie/Osteoporose), erhöhtem Lungen- und Nierenkrebs-Risiko assoziiert. Blut-Cadmium spiegelt die aktuelle Exposition wider, Urin-Cadmium die Langzeitbelastung (Körperspeicher).
Referenz- und Optimalwerte
Vollblut: < 1,0 µg/l Nichtrauchende; < 3,0 µg/l Rauchende (HBM-I-Wert). Urin: < 1,0 µg/g Kreatinin (Langzeitbelastung). Deutliche Exposition erfordert weiteres Nieren-Monitoring.
Mangelzeichen & Symptome
Chronisch erhöht: schleichende Nierenschädigung (selten früh symptomatisch), Knochenschmerzen, Frakturen (Itai-Itai-Krankheit bei extremer Exposition), erhöhtes Krebsrisiko. Frühe Nierenschädigung: erhöhte Eiweiß- und Beta-2-Mikroglobulin-Ausscheidung im Urin.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~27,48 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.