IgG (Immunglobulin G)
IgG ist der häufigste Antikörper im Blut (ca. 75 % aller Immunglobuline) und das wichtigste Immungedächtnis-Molekül. Es vermittelt die Langzeitimmunität nach Infektionen und Impfungen, passiert die Plazenta und schützt Neugeborene in den ersten Lebensmonaten.
Klinische Bedeutung
IgG wird bestimmt bei Verdacht auf Immundefekte (wiederkehrende schwere Infektionen), Autoimmunerkrankungen, Lebererkrankungen und zur Verlaufskontrolle nach Immuntherapien. Erhöhtes IgG findet sich bei chronischen Infektionen, Autoimmunerkrankungen und Leberzirrhose. Erniedrigt bei primären Immundefekten (z. B. häufiges Antikörpermangelsyndrom) oder unter immunsuppressiver Therapie. IgG-Subklassen (IgG1–4) geben bei auffälligem Gesamt-IgG weitere Information.
Referenz- und Optimalwerte
Normbereich Erwachsene: 700–1600 mg/dl. Altersabhängig; Kinder haben niedrigere Werte. Werte < 400 mg/dl gelten als klinisch relevante Hypogammaglobulinämie.
Mangelzeichen & Symptome
Erniedrigt: häufige und schwer verlaufende bakterielle Infektionen (besonders Atemwege), verzögerte Erholung nach Infekten. Erhöht: meist symptomlos – Hinweis auf chronische Stimulation des Immunsystems.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~10,05 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.