PTH (Parathormon)
PTH (Parathormon) wird in den Nebenschilddrüsen produziert und ist der wichtigste Regulator des Kalzium- und Phosphathaushalts. PTH erhöht den Kalziumspiegel durch Mobilisierung aus Knochen, Steigerung der Nierenkanalrückresorption und Aktivierung von Vitamin D.
Klinische Bedeutung
PTH wird bestimmt wenn Kalzium- oder Phosphatwerte auffällig sind oder Vitamin-D-Mangel vorliegt. Erhöhtes PTH (Hyperparathyreoidismus) ist häufig und oft asymptomatisch – es führt langfristig zu Knochenschwund, Nierensteinbildung und Muskelschwäche. Der häufigste Grund für erhöhtes PTH ist Vitamin-D-Mangel (sekundärer Hyperparathyreoidismus). Erniedrigtes PTH (Hypoparathyreoidismus) entsteht häufig nach Schilddrüsenoperationen. PTH, Kalzium und Vitamin D bilden ein diagnostisches Dreieck.
Referenz- und Optimalwerte
Normbereich (intaktes PTH): 15–65 pg/ml (1,6–6,9 pmol/l). Zur korrekten Interpretation immer gleichzeitig Kalzium, Phosphat und Vitamin D bestimmen.
Mangelzeichen & Symptome
Erhöhtes PTH: Knochenschmerzen, Nierensteine, Muskelschwäche, Übelkeit, Depressionen. Erniedrigtes PTH: Muskelkrämpfe (Tetanie), Kribbeln, Herzrhythmusstörungen.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~32,17 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.