Albumin
Albumin ist das häufigste Protein im Blutplasma (ca. 60 % aller Plasmaproteine) und wird ausschließlich in der Leber gebildet. Es reguliert den kolloidosmotischen Druck (verhindert Wasseraustreten aus den Gefäßen), transportiert Hormone, Fettsäuren, Bilirubin und Medikamente und ist ein sensibler Marker für Leberfunktion und Ernährungsstatus.
Klinische Bedeutung
Erniedrigtes Albumin ist ein wichtiger Marker für chronische Lebererkrankungen (Leberzirrhose), Mangelernährung, nephrotisches Syndrom (Eiweißverlust über die Niere), schwere chronische Erkrankungen und Entzündungen (Albumin ist ein negatives Akute-Phase-Protein). Als Langzeitmarker für den Ernährungsstatus bei älteren oder chronisch kranken Menschen besonders wertvoll. Erhöhtes Albumin ist selten und deutet meist auf Dehydration hin.
Referenz- und Optimalwerte
Normbereich: 3,5–5,2 g/dl (35–52 g/l). Werte < 3,5 g/dl gelten als Hypoalbuminämie; < 2,5 g/dl sind mit erhöhtem Komplikationsrisiko verbunden.
Optimal über 4,0 g/dL
Mangelzeichen & Symptome
Wassereinlagerungen (Ödeme, besonders Beine und Bauch), Aszites (Bauchwassersucht), Schwäche, Muskelabbau, schlechte Wundheilung, erhöhte Infektanfälligkeit.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~10,05 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.