AP (Alkalische Phosphatase)
Die Alkalische Phosphatase (AP) ist ein Enzym, das in Leber, Knochen, Darm und Plazenta vorkommt. Im Blut wird sie hauptsächlich aus Leber und Knochen freigesetzt. Erhöhte Werte können auf Gallenwegs- oder Knochenerkrankungen hinweisen.
Klinische Bedeutung
AP ist besonders sensitiv für Gallenwegserkrankungen (Cholestase) und Knochenerkrankungen (Morbus Paget, Knochenmetastasen, Rachitis). In der Schwangerschaft ist AP physiologisch erhöht (plazentare AP). Bei Kindern und Jugendlichen sind Werte während Wachstumsschüben erhöht (knöcherne AP). Zur Differenzierung: bei Gallenwegsproblemen steigt auch GGT; bei Knochenerkrankungen bleibt GGT normal. Immer zusammen mit GGT, GOT und GPT beurteilen.
Referenz- und Optimalwerte
Erwachsene: 35–105 U/l. In der Schwangerschaft und bei Wachstum physiologisch erhöht. Werte > 3-facher Normwert erfordern weitere Abklärung (Leber vs. Knochen).
Mangelzeichen & Symptome
Erhöht: meist symptomlos; bei Gallenabflusshindernis Gelbsucht, Juckreiz, heller Stuhl, dunkler Urin. Bei Knochenerkrankungen: Knochenschmerzen, Frakturen. Erniedrigt: selten, kann auf Zinkmangel oder Hypothyreose hinweisen.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~2,68 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.