Progesteron
Progesteron ist ein Steroidhormon, das hauptsächlich im Gelbkörper der Eierstöcke nach dem Eisprung produziert wird und in der Schwangerschaft von der Plazenta. Bei Männern wird es in geringen Mengen in der Nebennierenrinde und den Hoden gebildet. Es ist das wichtigste Hormon der zweiten Zyklushälfte.
Klinische Bedeutung
Progesteron ist essenziell für die Vorbereitung der Gebärmutter auf eine Schwangerschaft und deren Erhalt in der Frühphase. Niedrige Werte in der Lutealphase (zweite Zyklushälfte) können Zyklusstörungen, prämenstruelles Syndrom (PMS), Stimmungsschwankungen und erhöhtes Fehlgeburtsrisiko verursachen. Als Selbstzahlertest relevant bei Zyklusstörungen, PMS, Kinderwunsch und zur Ovulationsbestätigung. Der Wert muss immer im Zykluskontext interpretiert werden.
Referenz- und Optimalwerte
Stark zyklusabhängig: Follikelphase < 0,5 ng/ml; Lutealphase 5–20 ng/ml; Schwangerschaft 1. Trimenon 10–44 ng/ml. Postmenopause < 0,5 ng/ml. Abnahme idealerweise Tag 21–23 des Zyklus.
Messzeitpunkt entscheidend: 7 Tage nach Ovulation (Lutealmitte)
Mangelzeichen & Symptome
Zyklusunregelmäßigkeiten, ausbleibender oder unregelmäßiger Eisprung, prämenstruelles Syndrom (Stimmungsschwankungen, Wassereinlagerungen, Brustspannen), Schlafstörungen, Angst, erhöhtes Fehlgeburtsrisiko in der Frühschwangerschaft.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~23,46 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.