TSH (Schilddrüse)
TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) wird von der Hirnanhangsdrüse gebildet und steuert die Schilddrüse. Es ist der empfindlichste Screening-Parameter für die Schilddrüsenfunktion: Schon frühe Störungen zeigen sich zuerst im TSH, bevor T3 und T4 abweichen.
Klinische Bedeutung
Erhöhtes TSH deutet auf eine Unterfunktion hin (Hypothyreose), erniedrigtes TSH auf eine Überfunktion (Hyperthyreose). Da die GKV den Test nur bei konkretem Verdacht übernimmt, lassen viele Selbstzahlende ihn proaktiv bestimmen – besonders bei Müdigkeit, Gewichtsveränderungen oder depressiver Stimmung. Wichtig: Bei auffälligem Wert sollten fT3 und fT4 ergänzt werden. Biotin-Einnahme kann das Ergebnis verfälschen.
Referenz- und Optimalwerte
Normbereich Erwachsene: 0,40–4,0 mU/l (laborabhängig). Funktionell gilt 1,0–2,5 mU/l als optimal. Ab 65 Jahren können asymptomatische Werte bis 7 mU/l toleriert werden.
Funktionelle Medizin: 0,5–2,5 mU/L als optimal
Mangelzeichen & Symptome
Unterfunktion: Müdigkeit, Gewichtszunahme, Kältegefühl, Verstopfung, trockene Haut, depressive Verstimmung, Haarausfall. Überfunktion: Herzrasen, Gewichtsverlust, Schwitzen, innere Unruhe, Schlafstörungen.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~16,76 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.