Omega-3-Index (EPA+DHA)
Der Omega-3-Index misst den Anteil der langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) an den gesamten Fettsäuren in den roten Blutkörperchen. Er spiegelt die Omega-3-Versorgung der letzten 8–12 Wochen wider – ähnlich wie der HbA1c den Langzeitblutzucker.
Klinische Bedeutung
Ein niedriger Omega-3-Index (< 4 %) ist ein unabhängiger Risikofaktor für Herzerkrankungen, der in seiner Bedeutung mit dem Rauchen verglichen wird. Personen mit westlicher Ernährung und wenig Fischkonsum haben häufig suboptimale Werte. EPA und DHA wirken entzündungshemmend, schützen das Herz-Kreislauf-System und sind essenziell für Gehirnfunktion und Sehvermögen. Besonders relevant für Personen mit veganer oder vegetarischer Lebensweise, bei Herz-Kreislauf-Risiken und in der Schwangerschaft (DHA für die fetale Gehirnentwicklung). Studien zeigen, dass über 90 % der Bevölkerung in Deutschland Werte unter dem Optimalbereich haben.
Referenz- und Optimalwerte
< 4 % = hohes kardiovaskuläres Risiko; 4–8 % = mittleres Risiko; > 8 % = niedriges Risiko. Optimal: > 8 %.
Optimal über 8 % für kardiovaskulären Schutz
Mangelzeichen & Symptome
Kein spezifisches Mangelbild, aber: erhöhtes kardiovaskuläres Risiko, trockene Haut, Konzentrationsschwäche, depressive Verstimmung. Bei Schwangeren: Risiko für eingeschränkte Gehirnentwicklung des Kindes.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~60,33 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.