Nüchternblutzucker (Glukose)
Der Nüchternblutzucker misst die Glukosekonzentration im Blut nach mindestens 8 Stunden ohne Nahrungsaufnahme. Er ist der klassische Screeningtest für Diabetes mellitus und Prädiabetes. Eine Momentaufnahme des aktuellen Blutzuckerstatus, ergänzend zum HbA1c als Langzeitparameter.
Klinische Bedeutung
Erhöhte Nüchternglukose ist eines der Diagnosekriterien für Prädiabetes (100–125 mg/dl) und Diabetes mellitus (≥ 126 mg/dl, bestätigt durch Zweitmessung). Kombiniert mit HbA1c und Nüchterninsulin ergibt sich ein vollständiges Bild der Glukoseregulation. Besonders relevant bei Übergewicht, familiärer Diabetesbelastung, Bluthochdruck oder Bewegungsmangel. Als IGeL-Leistung nur bei konkretem Verdacht GKV-finanziert.
Referenz- und Optimalwerte
Normal: < 100 mg/dl (< 5,6 mmol/l); Prädiabetes: 100–125 mg/dl; Diabetes: ≥ 126 mg/dl (bei zweimaliger Messung). Für Prävention optimal: < 90 mg/dl.
Optimal nüchtern unter 90 mg/dL (funktionelle Medizin)
Mangelzeichen & Symptome
Erhöht (oft symptomlos): bei weiter steigenden Werten starker Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit, Sehstörungen, Wundheilungsstörungen. Erniedrigt (Hypoglykämie): Zittern, Schwitzen, Herzrasen, Konzentrationsprobleme, Bewusstseinstrübung.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~2,68 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.