Eisen (Serum)
Serumeisen misst die aktuell im Blut zirkulierende, an Transferrin gebundene Eisenmenge. Der Wert unterliegt starken Tagesschwankungen (morgens höher, abends niedriger) und ist allein wenig aussagekräftig. Für eine vollständige Eisendiagnostik wird er immer zusammen mit Ferritin und Transferrinsättigung bewertet.
Klinische Bedeutung
Isoliert niedrige Serumeisenwerte können auf Eisenmangel, Entzündung oder chronische Erkrankung hinweisen. Erhöhte Werte kommen bei Eisenüberladung (Hämochromatose), Leberschäden oder hämolytischer Anämie vor. Da Ferritin und Transferrinsättigung deutlich aussagekräftiger sind, ist Serumeisen allein kein zuverlässiger Diagnoseparameter – es ergänzt jedoch das Bild bei der Differenzierung verschiedener Anämieformen.
Referenz- und Optimalwerte
Männer: 59–158 µg/dl (10,6–28,3 µmol/l); Frauen: 37–145 µg/dl. Starke Tagesschwankungen – Abnahme morgens nüchtern empfohlen für Vergleichbarkeit.
Optimal: 80–130 µg/dL (morgens nüchtern messen)
Mangelzeichen & Symptome
Müdigkeit, Haarausfall, Blässe, Leistungsabfall, Konzentrationsschwäche, Kurzatmigkeit. Diese Symptome treten typischerweise erst auf, wenn auch Ferritin und Hämoglobin erniedrigt sind.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~2,68 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.