Ferritin
Ferritin ist das wichtigste Eisenspeicherprotein des Körpers. Es spiegelt die Eisenreserven zuverlässiger wider als der Serumeisenwert – der Ferritinspiegel fällt bereits bei latentem Mangel, lange bevor eine Anämie sichtbar wird. Bei gleichzeitiger Entzündung kann Ferritin als Akute-Phase-Protein künstlich erhöht sein und Eisenmangel verschleiern.
Klinische Bedeutung
Goldstandard der Eisendiagnostik. Besonders häufig betroffen: Frauen im gebärfähigen Alter, Personen mit veganer oder vegetarischer Lebensweise, Leistungssporttreibende und Schwangere. Die GKV übernimmt den Test nur bei gesicherter Anämie – als Selbstzahlertest lässt sich latenter Mangel (Ferritin < 30–50 µg/l bei noch normalem Blutbild) frühzeitig erkennen. Bei Entzündungsverdacht immer zusammen mit CRP bewerten. Erhöhte Werte können auf Hämochromatose, Lebererkrankungen oder chronische Entzündung hinweisen.
Referenz- und Optimalwerte
Normbereich: Frauen 13–150 µg/l, Männer 30–400 µg/l. Funktioneller Optimalbereich: 50–150 µg/l. Werte < 30 µg/l zeigen leere Speicher an, < 12 µg/l entspricht manifestem Mangel (WHO).
Funktionelle Medizin: 50–150 µg/L für optimale Versorgung
Mangelzeichen & Symptome
Müdigkeit und Erschöpfung, Haarausfall, brüchige Nägel, Konzentrationsschwäche, Restless-Legs-Syndrom, Kurzatmigkeit bei Belastung, blasse Haut, erhöhte Infektanfälligkeit.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~16,76 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.