Natrium
Natrium ist das wichtigste extrazelluläre Kation und reguliert den Wasserhaushalt, das Blutvolumen, den osmotischen Druck und die Nervenfunktion. Der Natriumspiegel wird über Nieren, Hormonsystem (ADH, Aldosteron) und Durstempfinden eng kontrolliert.
Klinische Bedeutung
Hyponatriämie (Natriummangel) ist eine der häufigsten Elektrolytstörungen bei hospitalisierten Personen und kann bei älteren Menschen durch übermäßige Flüssigkeitszufuhr, Diuretika, Herzinsuffizienz oder das Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH) entstehen. Hypernatriämie entsteht meist durch Dehydration. Beide Störungen können bei rascher Entwicklung neurologische Symptome bis hin zum Koma verursachen. Schnelle Korrekturen sind gefährlich – immer unter ärztlicher Überwachung.
Referenz- und Optimalwerte
Normbereich: 136–145 mmol/l. Werte < 130 mmol/l und > 150 mmol/l sind klinisch kritisch und erfordern sofortige ärztliche Bewertung.
Mangelzeichen & Symptome
Hyponatriämie: Kopfschmerzen, Übelkeit, Verwirrtheit, Müdigkeit, Muskelkrämpfe, im Extremfall Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit. Hypernatriämie: starker Durst, Mundtrockenheit, Verwirrtheit, Muskelschwäche.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~2,01 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.