LH (Luteinisierendes Hormon)
LH (Luteinisierendes Hormon) wird von der Hirnanhangsdrüse produziert. Bei Frauen löst der LH-Anstieg (LH-Surge) den Eisprung aus und stimuliert den Gelbkörper zur Progesteronproduktion. Bei Männern regt LH die Leydig-Zellen in den Hoden zur Testosteronproduktion an.
Klinische Bedeutung
LH wird immer zusammen mit FSH bewertet und ist zentraler Marker für die Abklärung von Zyklusstörungen, Kinderwunsch, Menopause und männlicher Hormonachse. Ein erhöhtes LH bei gleichzeitig niedrigem Testosteron weist auf einen primären Hodenausfall hin. Bei Frauen ist das LH/FSH-Verhältnis > 2 typisch für PCOS. LH-Basiswert und LH-Anstieg sind verschiedene diagnostische Parameter.
Referenz- und Optimalwerte
Frauen (Zyklusmitte/LH-Peak): 14–96 IU/l; Follikelphase: 1–11 IU/l; Lutealphase: 1–17 IU/l; Postmenopause: 7–58 IU/l. Männer: 1,5–9,3 IU/l. Stark vom Abnahmezeitpunkt abhängig.
Mangelzeichen & Symptome
Frauen: ausbleibender Eisprung, Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit, Wechseljahrsbeschwerden. Männer (erniedrigt): Testosteronmangel, eingeschränkte Spermienproduktion. Erhöhtes LH: primäre Gonadeninsuffizienz, Menopause.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~16,76 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.