LDH (Laktatdehydrogenase)
LDH (Laktatdehydrogenase) ist ein Enzym, das in nahezu allen Körperzellen vorkommt. Bei Zellschäden oder Zelluntergang wird es ins Blut freigesetzt. Erhöhte Werte sind ein unspezifischer Marker für Gewebeschäden – die Ursache muss durch weitere Tests eingegrenzt werden.
Klinische Bedeutung
LDH ist ein sensitiver, aber wenig spezifischer Marker. Es steigt bei Herzinfarkt, hämolytischer Anämie, Leber- und Muskelerkrankungen, Lungenembolie und verschiedenen Krebserkrankungen an. In der Onkologie ist LDH ein wichtiger Verlaufs- und Prognosemaker. Bei hämolytischer Anämie ist LDH erhöht, während Haptoglobin erniedrigt ist. Isoliert erhöhtes LDH ohne klinischen Kontext ist selten diagnostisch wegweisend.
Referenz- und Optimalwerte
Normbereich: 120–240 U/l (laborabhängig). Werte über 300 U/l sind klinisch relevant und erfordern weitere Abklärung der Ursache.
Mangelzeichen & Symptome
LDH-Erhöhung verursacht selbst keine Symptome – sie ist immer Ausdruck einer Grunderkrankung. Je nach Ursache: Brustschmerzen (Herzinfarkt), Blässe und Müdigkeit (Anämie), Gelbsucht (Lebererkrankung), Atemnot (Lungenembolie).
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~2,68 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.