Kupfer
Kupfer ist ein essenzielles Spurenelement und Cofaktor zahlreicher Enzyme. Es ist essenziell für Eisenstoffwechsel (Coeruloplasmin), Energiegewinnung (Cytochrom-c-Oxidase), antioxidativen Schutz (Superoxiddismutase), Melaninsynthese, Kollagenbildung und die Produktion von Neurotransmittern.
Klinische Bedeutung
Kupfermangel ist selten, kann aber durch exzessive Zinksupplementierung (Zink hemmt Kupferaufnahme im Darm), Malabsorption oder längere parenterale Ernährung entstehen. Erhöhtes Kupfer findet sich bei Entzündungen, Lebererkrankungen und in der Schwangerschaft (Coeruloplasmin steigt an). Der seltene Morbus Wilson ist eine genetische Kupferspeicherkrankheit mit toxischer Kupferakkumulation. Kupfer und Zink sollten immer im Verhältnis zueinander bewertet werden.
Referenz- und Optimalwerte
Serum: Männer 70–140 µg/dl (11–22 µmol/l); Frauen 80–155 µg/dl. In der Schwangerschaft physiologisch erhöht bis ~200 µg/dl. Zink/Kupfer-Quotient optimal: 8–12.
Kupfer/Zink-Verhältnis optimal < 1,2
Mangelzeichen & Symptome
Anämie (nicht durch Eisen behebbar), Neutropenie, Knochenfragilität, Haarpigmentverlust, neurologische Symptome (Kribbeln, Gangstörungen bei schwerem Mangel).
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~27,48 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.