Kalium
Kalium ist das wichtigste intrazelluläre Kation und essenziell für die elektrische Erregbarkeit von Muskel- und Nervenzellen sowie für die Regulierung von Herzrhythmus, Blutdruck und Nierenfunktion. Der Serumspiegel wird eng reguliert und repräsentiert nur etwa 2 % des Gesamtkörperkaliums.
Klinische Bedeutung
Kaliumstörungen können lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen verursachen und erfordern bei ausgeprägtem Befund sofortiges Handeln. Hypokaliämie (Kaliummangel) entsteht häufig durch Diuretika, Erbrechen, Durchfall oder übermäßigen Schweiß. Hyperkaliämie (Kaliumüberschuss) kommt bei Niereninsuffizienz, bestimmten Medikamenten (ACE-Hemmer, Kaliumsparende Diuretika) oder Gewebsuntergang vor. Regelmäßige Kontrolle wichtig bei Herzerkrankungen, Nierenproblemen und Diuretika-Einnahme.
Referenz- und Optimalwerte
Normbereich: 3,5–5,0 mmol/l. Werte < 3,0 mmol/l und > 5,5 mmol/l sind klinisch kritisch und erfordern sofortige ärztliche Bewertung.
Optimal 3,8–4,8 mmol/L
Mangelzeichen & Symptome
Hypokaliämie: Muskelschwäche, Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen, Verstopfung, Müdigkeit, Kribbeln. Hyperkaliämie: Muskelschwäche, Herzrhythmusstörungen, Kribbeln, im Extremfall Herzstillstand.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~2,01 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.