Harnsäure
Harnsäure entsteht beim Abbau von Purinen aus der Nahrung (Fleisch, Innereien, Hülsenfrüchte, Bier) und beim körpereigenen Zellabbau. Sie wird über die Nieren ausgeschieden. Bei dauerhaft erhöhten Spiegeln kann Harnsäure in Form von Uratkristallen in Gelenken abgelagert werden.
Klinische Bedeutung
Hyperurikämie (erhöhte Harnsäure) ist weit verbreitet und häufig jahrelang asymptomatisch, bis ein akuter Gichtanfall auftritt. Zudem wird erhöhte Harnsäure mit kardiovaskulären Erkrankungen, Insulinresistenz, Nierenerkrankungen und metabolischem Syndrom assoziiert. Hauptursachen: purinreiche Ernährung, Übergewicht, Alkohol (besonders Bier), Dehydration und Diuretika. Ernährungsumstellung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr können den Wert wirksam senken.
Referenz- und Optimalwerte
Männer: 3,4–7,0 mg/dl (202–416 µmol/l); Frauen: 2,4–5,7 mg/dl (143–339 µmol/l). Gichtrisiko steigt ab > 6,8 mg/dl deutlich (Sättigungsgrenze für Uratkristalle).
Gichtprävention: unter 5,5 mg/dL
Mangelzeichen & Symptome
Erhöht (Hyperurikämie): akute Gichtanfälle (plötzliche, intensive Gelenkentzündung, häufig am Großzehengrundgelenk), Nierensteine, im Langzeitverlauf Nierenschädigung. Erniedrigt: selten klinisch relevant.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~2,68 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.