FSH (Follikelstimulierendes Hormon)
FSH (Follikelstimulierendes Hormon) wird von der Hirnanhangsdrüse produziert. Bei Frauen stimuliert FSH die Reifung der Eibläschen (Follikel) im Eierstock. Bei Männern fördert es die Spermienproduktion in den Hoden (Spermatogenese). FSH wird immer zusammen mit LH beurteilt.
Klinische Bedeutung
FSH ist der wichtigste Marker zur Beurteilung der Eierstockreserve (ovarieller Reserve) – zusammen mit AMH. Stark erhöhtes FSH (> 10–12 IU/l in der frühen Follikelphase) deutet auf reduzierte Eierstockreserve hin. In der Menopause steigen FSH und LH dauerhaft stark an. Bei Männern weist erhöhtes FSH bei niedrigem Spermiogramm auf primäre Hodenschädigung hin. Als Selbstzahlertest zentral bei Kinderwunsch, Zyklusstörungen und Beurteilung der Fruchtbarkeit.
Referenz- und Optimalwerte
Frauen (frühe Follikelphase, Tag 2–5): 3–10 IU/l optimal; > 10–12 IU/l = reduzierte Ovarreserve; Postmenopause: 25–135 IU/l. Männer: 1,5–12,4 IU/l.
Mangelzeichen & Symptome
Frauen: Zyklusstörungen, ausbleibender Eisprung, reduzierte Eierstockreserve, Wechseljahrsbeschwerden. Männer: Eingeschränkte Spermienproduktion. Erniedrigt: Hinweis auf Hypophysenstörung oder Untergewicht.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~16,76 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.