Chlorid
Chlorid ist das häufigste Anion im Extrazellulärraum und wichtig für den Säure-Basen-Haushalt, den osmotischen Druck und die Regulation des Körperwassers. Es steht in engem Gleichgewicht mit Natrium und Bikarbonat.
Klinische Bedeutung
Chlorid wird selten isoliert bestimmt – es ist Teil des Elektrolytprofils und hilft bei der Diagnose von Säure-Basen-Störungen. Erhöhtes Chlorid (Hyperchlorämie) tritt bei metabolischer Azidose, Dehydration und übermäßiger Kochsalzzufuhr auf. Erniedrigt (Hypochlorämie) bei Erbrechen, Diuretika-Einnahme und metabolischer Alkalose. Die Anionenlücke (Natrium - Chlorid - Bikarbonat) ist ein wichtiger Diagnoseparameter bei Stoffwechselstörungen.
Referenz- und Optimalwerte
Normbereich: 98–107 mmol/l. Chlorid bewegt sich parallel zu Natrium. Isolierte Chloridauffälligkeiten sind selten – immer im Elektrolyt- und Säure-Basen-Kontext beurteilen.
Mangelzeichen & Symptome
Hypochlorämie: Übelkeit, Erbrechen, Muskelschwäche, Erschöpfung (meist begleitend zu anderen Elektrolytstörungen). Hyperchlorämie: selten spürbar, meist im Kontext anderer Erkrankungen.
Kosten in Deutschland
| Labor / Anbieter | Preis |
|---|---|
| Richtwert (DE, GOÄ) | ~2,01 € |
Preise als Richtwert (GOÄ-Faktor 1,15). Laborärztliche Leistungen sind umsatzsteuerfrei (§ 4 Nr. 14 UStG). Individuelle Preise können abweichen.