Zink: Bedeutung für Immunsystem, Haut und Wundheilung

Was ist Zink und wofür braucht der Körper es?

Zink ist ein essenzielles Spurenelement, für das der Körper kein ausgeprägtes Speicherorgan besitzt. Es muss deshalb regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden. Zink ist Bestandteil zahlreicher Enzyme und Proteine und an DNA-Synthese, Zellteilung, Proteinsynthese und Wundheilung beteiligt.

Zink wird für die Entwicklung und Funktion verschiedener Immunzellen benötigt, darunter T-Zellen, B-Zellen und natürliche Killerzellen. Es ist außerdem an der Gesundheit von Haut und Schleimhäuten, am Geruchs- und Geschmackssinn sowie an der Fortpflanzung beteiligt.

Serumzink kann eine Unterversorgung anzeigen, bildet den gesamten Zinkstatus aber nur begrenzt ab. Entzündungen, Tageszeit, Mahlzeiten und die Probenverarbeitung beeinflussen das Ergebnis.

Wer ist besonders gefährdet für einen Zinkmangel?

Zink aus tierischen Lebensmitteln wird deutlich besser aufgenommen als aus pflanzlichen Quellen. Daher sind folgende Gruppen besonders gefährdet:

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Symptome eines Zinkmangels

Da Zink so viele Prozesse beeinflusst, sind die Symptome eines Mangels vielfältig:

Viele dieser Symptome sind unspezifisch. Ob ein Bluttest sinnvoll ist, hängt von Beschwerden, Ernährung und möglichen Erkrankungen ab. Der Serumwert bildet die Versorgung nur eingeschränkt ab.

Akne allein ist kein verlässlicher Hinweis auf Zinkmangel. Hautveränderungen haben viele mögliche Ursachen und sollten nicht ohne weitere Befunde mit Zink behandelt werden.

Referenzwerte im Blut

Zink im Serum wird in µg/dl oder µmol/l angegeben. Die Referenzbereiche hängen unter anderem von Tageszeit, Alter, Geschlecht und Labor ab. Eine häufig verwendete Orientierung ist:

Die Interpretation sollte im klinischen Kontext und anhand des Laborreferenzbereichs erfolgen. Entzündungen und Infektionen können den Serumwert vorübergehend senken. Für vergleichbare Ergebnisse wird die Probe häufig morgens nüchtern abgenommen.

Zink über Ernährung und Supplementierung aufnehmen

Ernährungsquellen: Die besten Zinkquellen sind Austern (mit Abstand die zinkreichsten Lebensmittel), Rindfleisch, Leber, Kürbiskerne, Cashews, Linsen und Käse. Bei pflanzlichen Quellen empfiehlt sich Einweichen oder Fermentieren, um die hemmende Wirkung von Phytaten zu reduzieren.

Supplementierung: Bei einem nachgewiesenen Mangel richtet sich die Dosis nach Ursache und Ausprägung. Eine längerfristige Einnahme hoher Dosen kann die Kupferaufnahme beeinträchtigen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung schlägt für Nahrungsergänzungsmittel höchstens 6,5 mg Zink pro Tagesdosis vor. Die tolerierbare Gesamtzufuhr für Erwachsene liegt bei 25 mg aus Lebensmitteln und Präparaten zusammen.

Häufige Fragen

Kann ich meinen Zinkstatus als Selbstzahler testen lassen?
Ja. Zink im Serum kann in einem Direktlabor oder in einer Arztpraxis ohne Überweisung als Selbstzahlerleistung bestimmt werden. Labguide zeigt dir den GOÄ-Richtwert und Labore in deiner Nähe.
Hilft Zink bei Erkältungen?
Zink kann die Dauer einer bestehenden Erkältung möglicherweise etwas verkürzen. Die Studien unterscheiden sich stark und die Sicherheit der Evidenz ist niedrig. Für die Vorbeugung ist kein klarer Nutzen belegt. Lutschtabletten verursachen zudem häufiger Geschmacksstörungen oder Magenbeschwerden.
Kann man zu viel Zink einnehmen?
Ja. Eine längerfristig hohe Zinkzufuhr kann einen Kupfermangel und dadurch unter anderem eine Anämie verursachen. Akut können Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten. Für Erwachsene gelten 25 mg pro Tag als tolerierbare Gesamtzufuhr aus allen Quellen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt für Nahrungsergänzungsmittel eine Höchstmenge von 6,5 mg pro Tagesdosis.
Warum ist Zink aus Fleisch besser als aus Pflanzen?
Tierische Lebensmittel enthalten Zink in gut bioverfügbarer Form. Pflanzliche Lebensmittel enthalten oft Phytate, die Zink binden und die Aufnahme im Darm hemmen. Durch Einweichen, Keimen oder Fermentieren pflanzlicher Lebensmittel lässt sich die Phytatbelastung reduzieren und die Zinkbioverfügbarkeit verbessern.
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Medizinischer Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich zur allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Labwerte sollten immer im individuellen Kontext und in Absprache mit ihren Ärzten bewertet werden.