Vitamin C: Mehr als nur Erkältungsschutz und was der Spiegel wirklich aussagt

Was ist Vitamin C und was macht es im Körper?

Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein wasserlösliches Vitamin, das der Mensch nicht selbst synthetisieren kann und ausschließlich über die Nahrung aufnehmen muss. Es ist eines der wichtigsten Antioxidantien und an vielen grundlegenden Körperprozessen beteiligt:

Vitamin C wird im Körper nicht gespeichert. Überschuss wird über die Nieren ausgeschieden. Daher ist eine regelmäßige Zufuhr wichtig.

Wer ist gefährdet für einen Vitamin-C-Mangel?

Obwohl Vitamin C in vielen Lebensmitteln vorkommt, ist ein suboptimaler Versorgungsstatus häufiger als gedacht:

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Symptome eines Vitamin-C-Mangels

Ein leichter Mangel verläuft oft unbemerkt. Bei stärkerem und längerem Mangel entstehen typische Beschwerden:

Bei schwerem langfristigem Mangel entsteht Skorbut, eine heute in Deutschland sehr seltene, aber gefährliche Erkrankung mit schweren Blutungen und Bindegewebsschäden.

Zahnfleischbluten kann ein Hinweis auf einen Vitamin-C-Mangel sein, hat aber häufig auch andere Ursachen wie Zahnfleischentzündungen.

Referenzwerte und Labordiagnostik

Vitamin C wird im Plasma (oder Serum) in µmol/l oder mg/dl gemessen:

Wichtig: Vitamin C ist lichtempfindlich und oxidiert schnell. Die Blutprobe sollte rasch verarbeitet werden. Für eine zuverlässige Messung sollte das Labor entsprechend vorbereitet sein.

Vitamin C über Ernährung und Supplementierung

Ernährungsquellen: Besonders reich an Vitamin C sind Acerolakirsche, Hagebutte, Paprika (roh), Petersilie, Brokkoli, Kiwi, Zitrusfrüchte und Erdbeeren. Vitamin C ist hitze- und sauerstoffempfindlich, daher ist schonendes Zubereiten wichtig.

Supplementierung: Die empfohlene Tageszufuhr der DGE beträgt 110 mg für Erwachsene. Bei bestimmten Risikofaktoren wie Rauchen oder akuten Erkrankungen kann eine höhere Zufuhr sinnvoll sein. Vitamin C ist gut verträglich. Bei sehr hohen Dosen (über 2.000 mg täglich) kann es zu Durchfall kommen. Nierensteinpatienten sollten hohe Dosen ärztlich abstimmen, da Vitamin C zu Oxalat umgewandelt werden kann.

Häufige Fragen

Kann ich meinen Vitamin-C-Spiegel als Selbstzahler messen lassen?
Ja. Vitamin C im Plasma kann in einem Direktlabor oder in einer Arztpraxis als Selbstzahlerleistung bestimmt werden. Die Probe muss schnell verarbeitet werden. Labguide zeigt dir den GOÄ-Richtwert und Labore in deiner Nähe.
Hilft Vitamin C wirklich bei Erkältungen?
Die Datenlage ist differenziert. Vitamin C verkürzt bei regelmäßiger Einnahme Erkältungen leicht und kann bei körperlich sehr aktiven Personen das Erkältungsrisiko senken. Eine Einnahme bei bereits eingetretener Erkältung hat weniger Wirkung als eine kontinuierliche Versorgung. Vitamin C ist kein Wundermittel, aber Teil einer insgesamt ausreichenden Nährstoffversorgung.
Was ist besser: natürliches oder synthetisches Vitamin C?
Ascorbinsäure ist Ascorbinsäure. Synthetisches Vitamin C ist chemisch identisch mit natürlichem und wird vom Körper gleich verwertet. Der Unterschied liegt in der Verpackung: Natürliche Lebensmittel liefern Vitamin C zusammen mit Bioflavonoiden und anderen Pflanzenstoffen, die synergistisch wirken können. Für eine gezielte Supplementierung ist synthetisches Vitamin C vollkommen geeignet.
Kann zu viel Vitamin C schaden?
Vitamin C ist in üblichen Supplementierungsmengen sehr sicher. Bei Dosen über 1.000 bis 2.000 mg täglich können Magen-Darm-Beschwerden und Durchfall auftreten. Bei bestehenden Nierensteinen (besonders Oxalatsteine) oder Hämochromatose sollte eine Hochdosissupplementierung ärztlich abgestimmt werden.
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Medizinischer Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich zur allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Labwerte sollten immer im individuellen Kontext und in Absprache mit ihren Ärzten bewertet werden.